Deckungsgrad

  • Der Deckungsgrad entspricht dem Verhältnis zwischen dem vorhanden Vermögen und dem versicherungstechnisch notwendigen Vorsorgekapital.
    Er wird wie folgt ermittelt (BVG Art. 44 Abs. 1):

    (Vv x 100) /  Vk = Deckungsgrad in Prozent
    Wobei für Vv gilt: Die gesamten Aktiven per Bilanzstichtag zu Marktwerten bilanziert, vermindert um Verbindlichkeiten, passive Rechnungsabgrenzung und Arbeitgeberbeitragsreserven, soweit keine Vereinbarung über einen Verwendungsverzicht des Arbeitgebers vorliegt. Es ist das effektive Vorsorgevermögen massgebend, wie es aus der tatsächlichen finanziellen Lage nach Artikel 47 Absatz 2 hervorgeht. Eine Arbeitgeberbeitragsreserve mit Verwendungsverzicht (AGBR mit Verwendungsverzicht) und die Wertschwankungsreserven sind dem verfügbaren Vorsorgevermögen zuzurechnen.
    Wobei für Vk gilt: Versicherungstechnisch notwendiges Vorsorgekapital per Bilanzstichtag (Spar- und Deckungskapitalien) einschliesslich notwendiger Verstärkungen (z.B. für steigende Lebenserwartung).
  1. Versicherungstechnischer Deckungsgrad
    Das Verhältnis zwischen dem für die Deckung der versicherungstechnischen Verpflichtungen zur Verfügung stehenden Nettovermögen zu Marktwerten (Vv) und dem Vorsorgekapital (Vk; Vorsorgeverpflichtungen mit dem technischen Zins abdiskontiert) der Pensionskasse.
    Der versicherungstechnische Deckungsgrad ist massgebend im Zusammenhang mit dem BVV2 und FER 26.­
  2. Ökonomischer Deckungsgrad
    Es wird dasselbe Verfahren verwendet wie zur Berechnung des versicherungstechnischen Deckungsgrades, mit der Ausnahme, dass die Vorsorgeverpflichtungen periodengerecht mit einem risikolosen Zinssatz abdiskontiert werden.
    Der ökonomische Deckungsgrad ist massgebend für die Risikofähigkeit.